Der erste Schritt...
Clubshow Hamburg 2004
Jack Russell Festival 2004
Die Internationale Terriershow 2004 in Hamburg
Fünfzehn Bitten eines Hundes an den Menschen
Ein Brief an mein Herrchen
Die Mama und ihre Babys
Bin ich jetzt Berühmt?
Ich leihe Dir einen Welpen
Regenbogenbrücke
Rückkehr zur Regenbogenbrücke
Testament eines Hundes
Ein Welpe kommt ins Haus
Was jeder Welpe braucht
Der sichere Schlafplatz
Sauberkeitstraining
Welpenschutz
Beißhemmung
Belohnung und Strafe
Das Alleinbleiben

Zucht

Liebe Interessenten

Nicht die Größe einer Zuchtstätte oder die Anzahl der Zuchthunde entscheidet über die Qualität der Aufzucht und das Engagement des Züchters für seine Welpen.
Leider wird dem interessierten Welpenkäufer immer wieder vorgegaugelt, dass er einen wirklich guten Welpen nur von einem "Hobbyzüchter" mit nur wenigen Zuchthunden kaufen kann. Daher ziehen viele Welpenkäufer den Schluss, dass allein die Anzahl der Zuchthunde und der Würfe in einer Zuchtstätte entscheidend dafür ist, ob ein Welpe gut aufgezogen und umfassend geprägt wird.

Dies hat zur Folge, dass mittlerweile einige Züchter ihre Hunde auf den Homepages "verstecken", um den Anschein zu erwecken, dass sie nur eine kleine Zucht mit zwei oder drei Hündinnen besitzen, die zur Zucht eingesetzt werden. Hündinnen, die nicht mehr in der Zucht sind, tauchen nicht mehr auf und Junghunde und Welpen, die beim Züchter verbleiben werden nicht mit auf die Seiten genommen. Manchmal tauchen Hündinnen oder Rüden nur sporadisch auf, sobald Welpen von ihnen zum Verkauf stehen, oder zu einem Wurf finden sich keinerlei Hinweise auf die Eltern der Welpen.

Es kommt vor, dass auf Homepages Welpen angeboten werden, bei denen sich nach einem Anruf herausstellt, dass diese schon längst vergeben sind.
Dem ahnungslosen Welpenkäufer wird beim Besuch ein kleine, aber feine Familienzucht vorgegaukelt, die restlichen Hunde verschwinden in Hinterzimmern, Nebengebäuden und machmal sogar in Metallkennels gestapelt im Keller....

Manchmal tauchen alle die Hunde, die der Züchter als Co-Owner mitbesitzt und für sich zur Zucht einsetzt, nicht auf den Homepages auf, oder Hündinnen sind immer mal wieder auf den Seiten verschiedener Züchter zu finden, an die sie für Würfe verleast werden. Hündinnen die co-owned sind, kehren nur zur Welpengeburt und -aufzucht zum Züchter zurück.

Für meine Hunde habe ich entschieden, keine Hündinnen im co-owned Besitz zu haben, da ich es für eine nicht zumutbare Belastung für die Hündin halte, kurz vor der Geburt aus ihrer vertrauten Umgebung ihres normalen Zuhauses zurück zum Züchter, der für sie meist schon lange nicht mehr ihre Bezugsperson ist, zurückgebracht zu werden, um dort ihre Welpen zu bekommen. Meine Hündinnen leben dauerhaft bei mir und werden auch nicht für Würfe an andere Züchter verleast. Dadurch leben zwar mehr Hunde bei mir, als es bei vielen anderen Züchtern der Fall ist - aber die Zufriedenheit der Hunde ist ein wichtiges Kriterium für mich.

Ein guter Rassehundewelpe hat seinen Preis. Dieser liegt je nach Rasse in der Regel zwischen 800,- und 1500,- Euro.Zwar ist die Höhe des Preises nicht immer ein Indiz für die Qualität der Zucht, wird aber ein Welpe deutlich "unter Wert" angeboten - dann sollte sich der Käufer schon fragen, warum dies so ist.

Qualität hat seinen Preis und gute Züchter investieren sehr viel Geld und noch mehr Arbeit in einen Wurf.Da bleibt vom Welpenpreis oft nur noch die Hälfte übrig - welches u.a. in Sanierung u.s.w. gesteckt wird.. warum also sollten man die Welpen dann noch verschleudern?


Da sich eine Zucht nicht allein auf der Grundlage von einen Rüden aufbauen läßt, kann ich mittlerweile auf 2 wirklich typvoller Parson Jack Russell Terrier Rüden zurückgreifen.So ist es mir möglich, für jede Hündin den am besten passenden Rüden zu nutzen.

Um eine Zucht aufzubauen ist es erforderlich, aus den Hündinnen mit verschiedenen Rüden Würfe zu ziehen, um dadurch Rückschlüsse zu erhalten, wie sich die einzelnen Linien vererben, welche Vorzüge und Nachteile sie mitbringen und welche Charakterzüge sich durchsetzen. Für gesunde und kräftige Welpen ist es wichtig, dass sich die Hündinnen in einem hervorragenden gesundheitlichem Zustand befinden.

Ich versuche möglichst zwei Würfe parallel zu haben, da sich dies als sehr positiv in der Aufzucht erwiesen hat. Auch wenn die Welpen uU 1-2 Wochen im Alter auseinander sind, so spielen sie doch ab der 5-6 Woche schon gerne zusammen. Die Mütter wechseln sich im Betreuen des Nachwuches ab und gehen auch schon mal gerne wieder eigene Wege, da sie die Welpen durch die andere Hündin gut betreut wissen. So wundert es nicht, wenn die Welpen an allen Milchbars zuhause sind, und oft alle Welpen bunt durcheinander bei allen Hündinnen trinken.Klappt zwar nicht immer, aber meistens !

Sowohl bei der Geburt von Einzelwelpen oder Zweierwürfen, wie auch bei Erkrankungen der Mutter ist es für die Welpen ein wahrer Segen, wenn eine "Ersatzmutter" aus dem gleichen Rudel zur Verfügung steht oder weitere "Ersatzgeschwister" zum Spielen vorhanden sind.

Den ersten Wochen im Leben eines Welpen und seinen ersten Erfahrungen mit dem Rudel und den Menschen kann gar nicht genug Beachtung entgegen gebracht werden, denn Fehler und Versäumnisse in dieser Zeit lassen sich später nur schwer oder auch gar nicht mehr gutmachen.